Beim Lesen dieses höchst interessanten Blogposts auf dem WOMMA-Blog ist mir eine Frage gekommen. Und zwar. Wer macht eigentlich Social Media Marketing? Oder in Bezug auf zwei sehr beliebte Vertreter der Social Networks wer betreibt Twitter oder Facebook Marketing?
Von diesen beiden neuen, grandiosen „Marketingformen“ hört man immer wieder in letzter Zeit und es scheint, als das immer mehr Leute auf diesen Zug aufspringen. Sicher! Beim erstmaligen hören klingt Twitter Marketing sehr cool und neu, aber mir läuft stets ein Schauer den Rücken hinab. Warum? Ganz einfach!
Was ist Twitter oder Facebook Marketing eigentlich? Diejenigen, die es betreiben würden es wahrscheinlich so formulieren: „Wir versuchen über neue Kommunikationskanäle, wie Twitter oder Facebook, unser Produkt besser am Markt zu platzieren.“ Und darin liegt auch schon der Fehler. Bei genauerer Betrachtung fällt einem nämlich auf, dass das einzige Unternehmen, das Twitter Marketing machen kann, Twitter selbst ist. Denn die Bedeutung des Wortes Twitter Marketing ist nichts anderes als Marketing für das Social Network an sich zu betreiben. Es werden hier also Marketingansätze nach den Instrumenten, die sie nutzen und nicht nach dem Produkt, dass der Grund für die Marketing Anstrengungen ist, benannt.
Und das ist eigentlich Blödsinn, denn wie würde zum Beispiel Facebook Marketing aussehen? Vielleicht so? „Haaaalloooo Facebooks zu verkaufen! Ganz toll und günstig! Zwei Facebooks zum Preis von Einem. Wer jetzt nicht zuschlägt ist selber Schuld!“
Aber mal im Ernst. Es ist doch wirklich so, dass normalerweise eine bestimmte Form von Marketing nach dem Produkt oder dem Unternehmen benannt ist, dem es nützen soll. Es gibt beispielsweise MP3 Player Marketing oder sogar Rasenmähermarketing allerdings würde der Rasenmäherhersteller niemals auf die Idee kommen seinen Rasenmäher als Kommunikationskanal zu nutzen
und deswegen sein Marketing Rasenmähermarketing zu nennen. Es heißt schlicht und einfach Rasenmähermarketing, da hier für Rasenmäher Marketing gemacht wird. Dabei ist natürlich nicht auszuschließen, dass das Rasenmäherunternehmen sich einschlägiger Social Networks, New Media und Web 2.0 Techniken bedient um den Rasenmäher besser am Markt zu etablieren. Als Kommunikationskanäle für sein Marketing also Social Networks nutzt.
Was wäre zum Beispiel Print Medium Marketing nach Ansicht der Twitter Marketing Anbieter? Streng genommen wäre diese Form des Marketings dann der Versuch jegliche Produkte über Print Medien zu vermarkten. Jetzt wir das Problem noch klarer. Print Medium Marketing bezeichnet in Wirklichkeit nämlich Marketing für ein spezielles Print Medium zu betreiben. Wie es zum Beispiel Spiegel über StudiVZ macht.
Eigentlich machen Unternehmen, die Twitter Marketing anbieten trotzdem echtes Twitter Marketing allerdings unfreiwillig. Denn durch die Nutzung von Twitter und des falschen Namengebrauchs gibt es Leute, die darüber schreiben und sich aufregen
und es findet ein kritischer Austausch darüber statt. Also sind wir jetzt offiziell in einem Teufelskreis gefangen. Wir machen Social Media Marketing.
Foto by Pete Kim
Und wenn bittesehr jetzt noch jemand ein Beispiel anführen könnte, wann und wo jemand direkt über Twitter und Co. Geld verdient hätte. Wann und wo Rasenmäher, Autos, Immobilien oder was auch immer besser, leichter oder schlicht häufiger verkauft wurden, eben weil man sich eines solchen Tools bedient hätte?
Studivz: Ein Portal, das täglich millionen clicks hat, wo wert vielen millionen euro Werbung effizient geschaltet wird (personifiziert durch auf der eigen seite gegebene Informationen bezüglich, Hobbies und Ambitionen) : es ist schon sehr bezeichnend, dass beim Verkauf der studivz ltd an facebook inc keine Zahlen genannt wurden.
Geld verdient Mediamarkt, gelbeseiten, O2 und viele mehr über wachsende Verkaufszahlen wegen direkt zugeschnittener Werbung, die um die normale siete herum geschaltet wird- studivz ltd verdient über die werbeanzeigen.
Das Stichwort heißt: Individualisierung. Wie beeinflusst und erreicht man die socialnetworking aktive Jugend? Richtig. Auf den Portalen twitter, studivz, facebook, etc.
Da muss ich Maren zustimmen. Die Angebote auf Facebook werden schon erschreckend an den Benutzer angepasst.
Ich denke, man kann eine Steigerung in den Verkaufszahlen nicht den Netzwerken direkt zuschreiben. Also ich denke nicht, dass man sagen könnte: “Seit dem wir ein twitterprofil haben sind unsere Verkaufszahlen um 10% gestiegen”, aber zweiflesrei nutzen die Unternehmen es um sich dem Kunden zu nähern, sich seinen gewohnheiten anzupassen und jung zu wirken.
Mmm…. da bin ich nicht wirklich einverstanden Saskia! Ich hab auf Facebook immer Strumpfhosenwerbung und wenn die mich nicht zu einem Bankraub ermutigen wollen, weiß ich nicht warum ich Strumpfhosen kaufen sollte. Außerdem haben die Social Networks es immer noch nicht im Griff den Content, in dem die Banner dann erscheinen, 100% zu bestimmen. Was auch kürzlich wieder passiert ist, wobei Facebook ein guten Kunden verloren hat.
Und, dass die Nutzung von Social Networks kein Verkaufsförderungsinstrument sind, steht wohl nicht zur Diskussion.
Ich war grad auf der .com homepage von starbucks: die twittern also auch. Ich frag mich wer da twittert: der Kaffe über seine Gefühle? Die Bohne über ihre Lebensaussichten? Nunja: corporate identity und so.
@sascha: vielleicht solltest du ein “Mr.” in deinen facebooknamen einfügen: wär doch witzig zu sehen ab wann die dann Autowerbung statt Strumpfhosenwerbung für dich schalten **
Haha das wäre doch mal cool^^. Ich glaube, dass bis dato das perfekte Marketing Konzept über twitter noch nicht gefunden wurde. Wenn es je gefunden werden sollte sind WIR zumindest gerüstet https://twitter.com/Mediengefluster
Allerdings sollte man die Macht, die solche Social Networks haben niemals unterschätzen. Negative Nachrichten verbreiten sich immer schneller und besser als positive.
Um mich mal als einer der ersten Externen einzubringen:-P
Ich finde das Social Online Communities eine sehr sinnvolle Mögiichkeit der Werbung und des Marketing für Unternehmen sind.
Wie früher das schwarze Brett oder die Litfaßsäulen an Uni oder von Bürokomplexen hat man hier die Möglichkeit gezielt zu werben.
Für den User ist dies aus meiner Sicht eher eine Mehrwert solange es bei Skyscrapern und Anzeigen bleibt und nicht in den Bereich PMs abdriftet - diese Gefahr ist aber weitestgehend durch User Terms eingedämmt.
Zum Thema des Twitterns:
Twitter ist eigentlich nur eine fast blogging tool - sinnhaftigkeit sei dahingestellt, aber es ist amüsant und daher auch letztlich einfach auf zu nehmen von den “Konsumenten”. Ich denke diese entspannte Neuigkeitenaufnahme wird von den Unternehmen oder auch Einrichtungen genutzt um Mitteilungen ohne viel Aufsehen an den Mann (und die Frau zu bringen).
Risiken sehe ich unter dem Strich nicht, da jeder von uns so oder so 24/7 mit Werbung, Messages und Aufforderungen zum Konsum konfrontiert wird. Aber lernt in jeder Hinsicht damit um zu gehen - so auch im Community-Berich von Studi, FB oder mySpace.
PS:
bei Starbucks ist es doch das perfekte Beispiel
über leichte und enspannte Kost ist und bleibt man im Gespräch…
aber denke nicht dass die Bohnen selbst schreiben - das machen doch Frappuccinos oder?
Da hast du sicher recht.
Wenn man jetzt nicht die generelle moralische Diskussion über die persönliche Beeinträchtigung durch Werbung lostreten will, ist diese persönlich angepasstere Form wahrscheinlich das kleinere Übel.
Denn zumindest SOLLTE dann die Werbung ansprechender für den Nutzer sein, sodass diesem dann vielleicht sogar bei der Produktauswahl geholfen wird.
Ps: es ist sehr interessant welche Richtung die tiefgründige Diskussion genommen hat, auch wenn ich ahne, dass es dem Verfasser des Textes lediglich um die Wortgebungen ging
Facebook, Twitter, Youtube, Xing und co. sind Unternehmen, deren Manager die ‘ Social Technologies’ nutzen. Die Beudeutung der ‘Social Technologies’ nimmt ständig zu und
die Unternehmen, die diesen Trend ignorieren, haben einen erheblichen Nachteil gegenüber
ihren Wettbewerbern. Wer die Herausforderung annimmt, kann davon sehr stark profitieren.
Man kann Tools, wie z.B. Podcasts, Wikis oder Blogs benutzen um sein Unternehmen
erfolgreicher führen zu können. Außerdem kann man auf seinen Homepages Freeware
anbieten in Form von Gadgets, kostenloser Software oder kostenlosen Spielen.
Zusatzlich dazu kann man Communities gründen. Durch optimale Verlinkung
der eigenen Seiten und der Partnerseiten bekommt man ein besseres SEO.
Letztendlich sind jene die Gewinner, die ein bestes SEO haben und
gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Produkt anbieten.
Ein wichtiger Begriff in den ‘Social Technologies’ ist der Groundswell.
Die Betreiber der Unternehmen wie Facebook oder Twitter haben ‘ihre Hausaufgaben’
gut gemacht und haben sich den Groundswell zunutze gemacht. Jedoch kann der
Grounswell Unternehmen und Marken bedrohen, da die Kunden sich gegenseitig Kraft geben.
Die einzelnen ‘Social Technologies’ sind nur die Komponenten des Groundswells.
Ein Manager, der die stärken des Groundswells erkannt hat und sie richtig zu nutzen gelernt hat wird jedes Unternehmen zum Erfolg führen.
Anscheinend hat das Unternehmen Facebook gerade solche Manager an ihrer Seite.
Ich wollte ein paar Randinformationen zu diesem Thema ansprechen, damit Sie selbst aus dieser Information eventuell die richtigen Anworten herleiten können.
Hier sind nochmal Ihre Fragen:
Wer macht eigentlich Social Media Marketing?
Social Media Marketing wird von Marketing Managern ausgeführt.
Social Media Marketing ist nur eins der vielen Felder im Bereich Marketing.
Oder in Bezug auf zwei sehr beliebte Vertreter der Social Networks wer betreibt Twitter oder Facebook Marketing?
Begriffe wie Twittermarketing oder Facebookmarketing sind mir nicht bekannt. Natürlich hat jedes Unternehmen sein eigenes Marketingkonzept und seine eigenen Marketing Strategien.
Durch Unternehmen, wie Twitter können andere Unternehmen ohne viel Bemühung Informationen und Werbung an ihre Zielgruppe Ieiten. Der Groundswell-Effekt ist unberechenbar und kann das
Unternehmen entscheidend nach vorn bringen.
Daimler z.B betreibt gleich mehrere Konten auf Twitter.
Wer die Möglichkeiten des Groundswells nicht erkannt hat, wird schon bald
die wirtschaftlichen Konsequenzen zu spüren bekommen.
Mit freundlichen Grüßen
Laschinski Eugen