Ziemlich schockierend kam die Nachricht vom Selbstmord des SchülerVZ-Hackers, der mehr als eine Million Daten aus dem sozialen Netzwerk geklaut hatte. In den letzten Tagen hatte er die Betreiber von SchülerVZ mit 80.000 € zu erpressen versucht.
Laut Spiegel-Online hatte der 20-jährige Täter auch Daten von StudiVZ- und MeinVZ-Teilnehmern gesammelt. Schon im Mai 2009 veröffentlichte er als „matt56444“ ein kurzes Video auf YouTube, das zu Reggae-Beats die Nutzerdaten von Schüler-VZ Usern zeigte.
Vor einigen Tagen war der 20-Jährige dann schließlich wegen Datenklau und Erpressung in den Geschäftsräumen der VZ-Netzwerke in U-Haft genommen worden. Am Samstagmorgen fand man ihn leblos in seiner Zelle, nachdem er sich erhängt hatte. Die SchülerVZ-Betreiber sprachen ihr Beileid aus und sperrten sogar die Kommentarfunktion zu ihrem Beitrag, um böswilligen Kommentaren von anderen Nutzern keinen Platz zu gewähren. Denn Freunde hatte sich der 20-Jährige gerade bei den Nutzern von SchülerVZ nicht gerade gemacht.
Der Datenmissbrauch bei sozialen Netzwerken ist ja mittlerweile nichts Neues mehr. Immer wieder tauchen neue Meldungen auf, dass Hacker sich in die Netzwerke einnisten und Daten klauen. Doch trotzdem ist es für mich jedes Mal wieder schockierend, wie es eine Person schafft, private Daten von mehr als eine Million Mitglieder zu klauen und einmal mehr zu zeigen, wie viel Langeweile manche Menschen haben müssen, sich mit solchen Aktionen den Tag zu vertreiben.
Außerdem ist es schon sehr merkwürdig, warum sich jemand erst die Mühe macht, Millionen von Daten von Minderjährigen zu klauen und sich dann noch in die Geschäftsräume der Firma begibt. Man hätte sich doch denken können, dass die Firma bei der hohen Geldforderung die Polizei einschalten würde. Noch mysteriöser ist natürlich sein Selbstmord.
Daraus lernen sollten wir definitiv, noch sicherer mit unseren Daten umzugehen, auch wenn wir uns dadurch wahrscheinlich im Moment noch nicht vor dem Datenmissbrauch schützen können. Aber schließlich müssen wir Hackern nicht noch durch die Herausgabe von überflüssigen Details, die wir mal eben von uns preisgeben, bei der Arbeit behilflich sein oder?
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