Graffiti Analysis 2.0 (Digital Blackbook) - BLK River (Vienna) from Evan Roth on Vimeo.
Also angesichts der Tatsache dass sich die Vielfalt auf unserem Blog -meiner Ansicht nach- mittlerweile anfängt in einem bestimmten Rahmen zu halten, habe ich mir überlegt mit etwas Kreativen zu kommen. Das Problem ist wahrscheinlich, dass bei zwei täglich neuerscheinenden Posts auch irgendwann mal die Ressourcen von interessanten und ansprechenden Themen ausgeschöpft sind. Wenn der Artikel hier kommentiert werden sollte [?], würde ich auch darum bitten mal bitte Stellung dazu zu nehmen, was solche Themen angeht. Gehören die hier rein? Passt das richtig gut? EURE MEINUNG !!
Graffiti. Oft ein Wort mit dem die Teile unserer Gesellschaft nur wenig anfangen können. „Rumschmiererei. Verunstaltung. Sinnlos. Vandalismus“. Das sind so die typischen Dinge die man zu hören bekommt. Ein anderer Teil -meist wir jungen „Hobbies“- stehen dem Ganzen meist etwas offener gegenüber. Von irgendwelchen „komischen Schmierereien“ an öffentlichen Wänden, hat sich die ganze Szene enorm gewandelt. Sogar die Deutsche Bahn verteilt Aufträge an bekannte Leute aus der Szene, damit diese Bahnhöfe mit ihrer Kunst bereichern. Ein beeindruckender Move von der normalerweise immer so stark umstrittenen und konservativen Deutschen Bahn. Es gibt Crews die ihre Reviere haben; die „Tags“ (Bilder) von anderen Crews „crossen“ (übermalen) und sich gegenseitig messen wer die besten Graffitis malen kann. Die Verbindung zur Hip Hop- und Skate - Szene ist ist unübersehbar. Das können dann -bei uns im meisten Falle- irgendwelche großen Wände an öffentlichen Orten sein, wo sehr viele Leute diese auch sehen und bewundern, oder sich darüber ärgern können. In anderen Städten Deutschlands wie unserer Hauptstadt Berlin, sieht das alles noch ne Spur anders aus. Züge werden bemalt. Der Thrill sich nachts in den Güterbahnhof hineinzuschleichen [Nein, niemand schafft es einen ganzen Zug während eines normalen Bahnstopps an einem Bahnhof zu bemalen!!] ist nicht ohne. Maskiert und mit Taschenlampe, an den Zügen bis hin zum letzten Gleis vorbei, wo man weniger leicht entdeckt werden kann. Die Leiter darf auch nicht fehlen das Bild soll natürlich auch ordentlich werden. Die Kamera ist auch parat, die eigene Kunst muss ja auch dokumentiert werden. Viele Städte stellen auch sogenannte „legale Wände“ bereit an denen sich Künstler austoben dürfen. Da kann dann auch der blau-weiße Partybus nichts mehr sagen und muss genauso leer wieder wegfahren wie er angekommen ist. Manche Städte erstatten sogar die Kosten der Deckfarbe [eine solche Wand wird erst einmal weiß angemalt damit das eigentliche Bild besser deckt später] an die Künstler wieder zurück. Aufkleber zu „taggen“ und diese dann an bestimmte Plätze zu kleben wird auch immer wieder gern gesehen. Aus solchen Szenen entwickeln sich permanent weitere Subszenen. Zum Beispiel die Streetartszene. Auch die Technik aus dem Bildbearbeitungsbereich erhält immer mehr Zugang zu dieser Art von Kunst. Das Vektorisieren von Bildern oder Graffitis ist keineswegs eine Neuheit. Diese dann aber dreidimensional darzustellen ist schon etwas Anderes. Man muss es sehen um es sich genau vorstellen zu können. Wenn ihr mich fragt ist die gesamte Graffiti-/ Streeartszene einer der am interessantesten zu beobachtenden Szenen überhaupt. Erst recht wenn man selbst nicht das Händchen dafür hat, dann ist es umso faszinierender. Hier habt ihr ein kleines Video aus dem Nerdcore-Blog was ich letzte Woche gefunden habe zu der zuletzt angesprochenen Technik. Für alle diejenigen unter euch, die einen wirklich guten Eindruck von der Straßenmalerei in Berlin bekommen möchten, lege ich den Film „Wholetrain“ ans Herz. Zuletzt noch hier ein kleines Musikvideo von Damian Davis „Linewand“, welches auch die Verbindung von zwei wirklich einzigartigen Kunstarten zeigt, die eigentlich zusammen gehören. Das wars von mir, ich geh‘ jetzt feiern.
Enjoy !!
ich finde auch das manche graffiti bilder richtige kunstwerke sind und bin immer erstaunt wie jemand so etwas aus der hand sprühen kann. andererseits empfinde ich trotzdem viele graffitis als schmiererei. vor allem wenn es sich nur um einen namen oder ein symbol handelt, was nur eben schnell hingeschmiert wurde. super ätzend!
so und jetzt noch zu deiner frage:
ich finde es echt gut, dass du mal ein ganz anderes themengebiet ansprichst. so wird das ganze hier nicht zu eintönig. außerdem ist das thema auch nicht allzu weit von den anderen entfernt, schließlich geht es doch auch hier um kommunikation.
du hast schon recht …es gibt auf jeden fall mehr als genug”tags” da draussen die noch nicht einmal annähernd gut aussehen. das sind dann im allermeisten falle wohl einmal die, die einfach nichts drauf haben, die ..die nur randale machen möchten ..oder zu guter letzt die wahrscheinlich wieder was anderes gecrossed haben oder auf wänden von anderen leuten malen …punkto CREWS u ihre rivalität etc.
in sehr vielen fällen bleibt es aber einfach nur schlecht
…da muss ich dir recht geben u sieht einfach kacke aus.
DANKE FÜR DAS FEEDBACK AUF MEINE FRAGE …. I LIKE !!
Ich denke man sollte nicht alles in einen Topf werfen.
Denn während großflächige, gemäldehafte Bilder wohl heutzutage von nahezu Jedermann als Kunst anerkannt werden, sind diese massenhaften Schmierereien, Scratchings oder Brandings von irgendwelchen Schriftzügen in meinen Augen wirklich nur Vandalismus. Dem im Video angeklungenem Motto: Hauptsache „jeder kennt uns in der Stadt“, würde ich widersprechen, da die Einzigen, die sich daran erfreuen und wohlmöglich den Namen lesen können die Ersteller selbst sind. Was ich jedoch sehr unterstützenswert finde sind die wirklichen Verschönerungen von tristen Betonwänden durch fähige Künstler, denen außerdem noch in eigenen Ausstellungen diese Möglichkeiten geboten werden.