Genau 81.451 Konsumenten stimmten für die Wahl des zweiten zu verleihenden „Goldenen Windbeutels“ ab. Der Sieger, mit einem eindeutigen Vorsprung, ist das Kindergetränk Monte Drink von Zott. Dies und weiteres ist auf der offiziellen Homepage zu entnehmen.
37,5 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass das von Zott verwendete Werbeversprechen, es sei eine gesunde Zwischenmahlzeit, die dreisteste Werbelüge von allen war. Doch was verhalf Zott ganz oben auf dem Treppchen anzugelangen?
Insgesamt acht Würfelzucker in einer Flasche Monte Drink. Damit übertrifft Zott sogar den Zuckergehalt von der gleichen Menge Coca Cola.
Das Urteil der Verbraucher: Definitiv nicht gesund. Somit schaffte es Zott sich gegen die anderen zehn Kandidaten durchzusetzen, die eine unabhängige Jury vorher auswählte. Anschließend, konnten die Konsumenten ihre Stimme für eine der fünf Top-Kandidaten abgeben, mit dem folgenden Ergebnis:
Monte Drink von Zott 37,5%
Der Gelbe Zitrone-Physalis von Pfanner 18,6%
Duett Champignon-Creme Suppe von Escoffier 15,2%
Beo Heimat Apfel & Birne von Carlsberg 14,7%
Bertolli Gegrilltes Gemüse von Unilever 13,9%
Die Kampagne ist gegen Etikettenschwindel mit dem Ziel Werbelügen aufzudecken und so auf die Industrie und Politik Druck auszuüben. Mit „Fordern Sie ehrliche Etiketten und ehrliche Qualität! Denn das macht Druck auf die Industrie und die Politik. Verbraucher können nur dann wirklich entscheiden, was sie essen, wenn überall drauf steht, was drin ist. Also lassen Sie sich nicht länger abspeisen und beteiligen Sie sich an unseren Aktionen!“ versucht die Kampagne die Verbraucher zu animieren.
Das Resultat der diesjährigen Aktion:
Zwar nahm Zott den Preis nicht entgegen, jedoch gab das Unternehmen eine Pressemitteilung heraus: “Im Hinblick auf die öffentliche Diskussion zu Zucker wird das Produkt Monte Drink Anpassungen und Verbesserungen in der Darstellung gegenüber den Verbrauchern wie in der Rezeptur erfahren.”
Was haltet ihr von der Kampagne? Wird Zott nach dieser Auszeichnung wirklich das Produkt so abändern, sodass es wirklich nachher als „gesund“ gilt? Und inwieweit hat diese Aktion Einfluss auf den Ruf und die Nachfrage des Kinderprodukts?
Ansich eine gute Idee. Allerdings glaube ich, dass diese Aktion nur die Leute erreicht, die sowieso schon in diesem Themengebiet aufgeklärt sind.
Vielleicht kann diese Campange aber den Weg für neue Ideen ebnen. Man könnte ein staatliches Siegel für ausgewogene Produkte entwickeln, wie es bei Bioprodukten schon gang und gäbe ist.
Mfg Lukas